Was sind Aminosäuren? Potential für den Menschen?


Aminosäuren sind organische Verbindungen, die mindestens über eine Amin-Gruppe und eine Carboxyl-Gruppe verfügen.


OpenClipart-Vectors @ pixabay.com - CC0 1.0
Es wird zwischen fünfhundert verschiedenen Aminosäuren unterschieden. Jedoch sind nur zwanzig von ihnen im genetischen Code des Menschen enthalten. Die Aminosäuren bilden die Bausteine für Proteine. Der menschliche Körper besteht zu einem Großteil aus Proteinen. Nur Wasser hat einen noch größeren Anteil an der Gesamtmasse des menschlichen Körpers. Die Wirkung der Aminosäuren auf den menschlichen Körper und die geistige Leistungsfähigkeit sind mannigfaltig und wird immer wieder in Studien nachgewiesen. Die Aminosäuren werden drei Klassen zugeordnet.

Essentielle Aminosäuren

Die Klasse der essentiellen Aminosäuren kann vom menschlichen Organismus nicht selber synthetisiert werden. Folglich müssen diese Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen werden. Hierbei können Aminosäurepräparate die Aufnahme unterstützen. Weitere Informationen zu diesem Themengebiet sind auf viapur.de zu finden.

Essentielle Aminosäuren sind beispielsweise L-Isoleucin, L-Phenylalanin und L-Tryptophan. Die Einnahme von L-Phenylalanin hat eine positive Wirkung auf die mentale Leistungsfähigkeit. L-Phenylalanin ist ein Grundbaustein für die Synthese der Katecholamine. Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin sind Neurotransmitter und gehören zu den Katecholaminen.

Diese erhöhen die Konzentrationsfähigkeit, die mentale Ausdauer und mentale Flexibilität. Des Weiteren fördert ein erhöhter Noradrenalin-Spiegel die Lernfähigkeit. Ebenfalls verbessert sich durch die Einnahme von L-Phenylalanin die Gedächtnisleistung. L-Tryptophan wird dagegen für die körpereigene Synthese von Serotonin benötigt. Wird das Tryptophan vor dem Schlafengehen eingenommen, verbessert es die Schlaf-Qualität. Des Weiteren kann L-Tryptophan zur Verbesserung der Gemütslage verwendet werden.

Semi-essentielle Aminosäuren

Die zweite Klassifikation beinhaltet die semi-essentiellen Aminosäuren. Diese können vom Menschen selber synthetisiert werden. In wissenschaftlichen Studien konnte jedoch gezeigt werden, dass die zusätzliche Einnahme dieser Aminosäuren mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist. Zu den semi-essentiellen Aminosäuren zählen beispielsweise L-Arginin und L-Tyrosin. L-Arginin hat eine stark durchblutungsfördernde Wirkung. Vor allem bei erektilen Störungen wird diese Aminosäure erfolgreich eingesetzt.

Des Weiteren kann L-Arginin zur Leistungssteigerung bei körperlicher Aktivität eingesetzt werden. Die beanspruchten Muskeln werden besser durchblutet und die Sauerstoff-Aufnahme in der Lunge wird verbessert. Die Aminosäure L-Tyrosin kann ebenfalls zur Leistungssteigerung eingesetzt werden und dient dem menschlichen Organismus als Grundbaustein für die Synthese von Neurotransmittern. Dabei hat L-Tyrosin gegenüber der essentiellen Aminosäure L-Phenylalanin den Vorteil, dass es schneller umgewandelt werden kann. L-Tyrosin kann verwendet werden, wenn ein Bedarf nach gesteigerter Aufmerksamkeit beziehungsweise geistiger Leistungsfähigkeit besteht.

Nicht-essentielle Aminosäuren

Die nicht-essentiellen Aminosäuren werden vom menschlichen Körper selbst synthetisiert. Eine Einnahme kann in besonderen Fällen als förderlich angesehen werden. L-Glutamin ist beispielsweise eine nicht-essentielle Aminosäure und führt durch seine Einnahme bei körperlicher Aktivität zu einer deutlich gesteigerten Wachstumshormon-Ausschüttung. Dies ist wiederum mit einer verkürzten Regenerations-Phase und schnellerem Muskelaufbau verbunden.

Des Weiteren kann durch die Verwendung von L-Glutamin die gastrointestinale Gesundheit verbessert werden. Beispielsweise können durch seine Einnahme die Heilungschancen geschädigter Darmschleimhäute, sowie von Magengeschwüren verbessert werden. Durch die Einnahme dieser Aminosäure werden die Schleimhäute gestärkt, was sich wiederum positiv auf die Wundheilung auswirkt. Des Weiteren ist L-Glutamine ein essentieller Neurotransmitter im Gehirn und optimiert die Gedächtnisleistung und die Konzentrationsfähigkeit.

Darüber hinaus konnte in Studien gezeigt werden, dass L-Glutamin die Entgiftung vorantreibt. Ferner wird von Konsumenten berichtet, dass sie durch die Einnahme ihr Verlangen nach Süßigkeiten beziehungsweise alkoholischen Getränken erfolgreich bekämpfen konnten. Eine weitere nicht-essentielle Aminosäure ist beispielsweise L-Prolin. L-Prolin kann erfolgreich zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt werden. Des Weiteren finden eine Reihe von nicht-essentiellen Aminosäuren Anwendung bei Gelenkbeschwerden, sowie bei der Linderung von Hautproblemen, da sie eine Verbesserung des Bindegewebes bewirken.
Anzeige


Noch mehr Gesundheit für Sie