Was ist eine Augenlidstraffung?


Bei einer Augenlidstraffung handelt es sich um einen kosmetischen Eingriff, der dem Gesicht wieder ein jüngeres und frischeres Aussehen verleihen kann.


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Besonders der natürliche Alterungsprozess, aber auch Müdigkeit und Stress lassen Gesichter teils um Jahre älter wirken. Da die Gesellschaft jedoch auf Jugendlichkeit, Vitalität und Frische ausgelegt ist, entscheiden sich immer Menschen in den westlichen Industriestaaten dazu, ihrer Optik dank kleinen oder größeren Schönheitskorrekturen auf die Sprünge zu helfen. Da eine Augenlidstraffung nicht besonders aufwendig und nicht mit allzu hohen Kosten verbunden ist, ist die Nachfrage nach dieser Methode in den letzten Jahren stark angestiegen.

Für eine Augenlidstraffung kann es neben den optischen Gründen jedoch auch medizinische Gründe geben: Viele Betroffene von „hängenden“ Augenlidern klagen darüber, dass ihr Gesichtsfeld stark beeinträchtigt wird. Auch in einem solchen Fall kann eine Augenlidstraffung regelrechte Wunder bewirken.

Vor der OP

Vor der eigentlichen Operation sollten sich Patienten mit den Folgen und auch mit eventuellen Risiken der Operation vertraut machen. Die entsprechenden Schönheitskliniken bieten hierzu ausführliche Beratungsgespräche an. Auch zeigen die Ärzte in einem solchen Gespräch gerne Vorher-Nachher-Fotos, damit der potenzielle Patient sich einen Überblick darüber verschaffen kann, wie er nach der OP ungefähr aussehen könnte. Außerdem wird im Sitzen ein Schnittmuster am Auge aufgezeichnet und der Überhang am Lid ausgemessen.

Ablauf der Operation

Vor der eigentlichen Operation wird die betroffene Stelle am Auge lokal betäubt. Mittels eines Skalpells wird dann in der Operation der Muskel- und Fettüberschuss unterhalb der Braue und im inneren Augenwinkel entfernt. Die entstandene Wunde wird mit einem sehr dünnen Faden unter der Hautoberfläche vernäht.

Nach der OP

Nach der Operation sind die Augen in der Regel angeschwollen und es treten Blutergüsse auf. Die Operationsnähte werden mithilfe von Pflastern geschützt. Direkt nach der Operation kommt der Patient in einen Erholungsraum, in dem er langsam wieder zu sich kommen kann und in dem seine Augenpartie gezielt mit Pads gekühlt wird. Auch in den Tagen nach der Operation sollte der Patient seine Augen mehrmals täglich ausgiebig kühlen. Die Fäden können dann etwa eine Woche nach der Operation gezogen werden.

Mögliche Narben

Die sehr dünne und kleine Narbe, die im Rahmen der Straffung des Augenlids entstanden ist, verschwindet bei geöffneten Augen in der hinteren Lidfalte. Seitlich des Auges ist die Narbe aus der Oberlidumschlagsfalte heraus erkennbar. Später „verschwindet“ diese Narbe jedoch in der natürlichen „Krähenfußfalte“. Mit weiteren sichtbaren Narben ist unter Voraussetzung, dass man sich für eine ordentlich arbeitende Klinik entschieden hat, nach der Operation nicht zu rechnen.

Kosten des Eingriffs

Augenlidstraffungen kosten je nach gewählter Klinik (z.B. bei Dr. Ludger Meyer, Leiter der Villa Bella in München) und der Narkoseart zwischen 1.000 – 2.000 Euro. Vor der verbindlichen Entscheidung für eine Klinik sollte man sich genauestens über diese informieren. Hierfür können beispielsweise Online-Bewertungsportal genutzt werden. Auch kann es nicht schaden, sich unverbindlich bei mehreren Kliniken beraten zu lassen und dann nach dem „Bauchgefühl“ zu entscheiden.

Im osteuropäischen Ausland (meist in Polen oder Tschechien) gibt es viele Kliniken, die günstigere Preise als deutsche Kliniken anbieten. Jedoch sollte man hier besonders vorsichtig sein und sich noch genauer über die Erfahrung, die Ergebnisse und die Seriösität der Anbieter informieren. Nicht selten führen hier auch sprachliche Barrieren zu Verständigungsproblemen und einem generellen Misstrauen. Da natürlich auch im Rahmen der Nachbehandlung und im Heilungsprozess Komplikationen auftreten können, ist es generell sicherer, eine Klinik in der Nähe des eigenen Wohnortes aufzusuchen, da diese dann im Zweifelsfall einfacher erreichbar ist.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Da es sich bei der Augenlidstraffung um eine Schönheitsoperation handelt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff nicht. Lediglich wenn der Patient nachweisen kann, dass sein Gesichtsfeld beeinträchtigend von dem hängenden Lid betroffen war, kann eine Kostenübernahme nach vorheriger Beantragung durch die Krankenkasse erfolgen.
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