Senioren möchten ein selbstständiges Leben


Ältere Menschen möchten nicht ins Altersheim, sie wollen so lange es geht, in den eigenen vier Wänden bleiben.


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Das ist auch möglich, denn die Wohnung kann auch altersgerecht ausgestattet werden. Manchmal sind Umbauten erforderlich, aber es gibt genügend Hilfsmittel, die die Selbstständigkeit auch im hohen Alter ermöglichen.

Nur nicht das Zuhause verlassen

Alte Menschen haben sich an das Umfeld gewöhnt, wenn sie nicht gerade geistig beeinträchtigt sind, sind sie durchaus in der Lage alleine zu wohnen. Sie wissen wo der Bäcker ist und der Weg zum Supermarkt kann oft noch selbst bewältigt werden. Auch Freunde sind wichtig, eine neue Wohnung kann wirklich Probleme hervorrufen, an die junge Menschen gar nicht denken. Das eigene Zuhause gibt Sicherheit, es muss nur altersgerecht gestaltet werden. Manchmal gibt es für Umbauten auch einen Zuschuss von der Krankenkasse, ein Antrag kann sich lohnen!

Der Treppenlift

In den meisten Häusern befinden sich Treppen. Die sind zwar in jungen Jahren leicht zu begehen, aber im Alter können sie ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Treppen verlangen den Senioren sehr viel Kraft ab und manchmal können ältere Menschen die Stufen nicht mehr bewältigen. Außerdem ist die Treppe eine Unfallgefahr. Hier kann aber leicht Abhilfe geschaffen werden, ein Treppenlift ist eine sehr sinnvolle Lösung. Auch gebogene Treppen können mit einem Lift ausgestattet werden. Es wird bei jedem Treppenlift eine Schiene am Geländer montiert und mit einem Sitz geht es dann in den ersten Stock und selbstverständlich auch wieder hinunter. Betroffene sollten sich vor dem Kauf gut beraten lassen und die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellen. Es sind viele Modelle auf dem Markt, der Lift muss sehr bequem sein und die Bedienbarkeit muss auch für ältere Menschen sehr einfach sein.

Notfall-Hilfe

Doch nur die Treppe ist es nicht, die Unfälle verursacht. Auch Teppichkanten oder Türschwellen können Stolperfallen sein und für Senioren ein Unfallrisiko bedeuten. Selbst wenn jemand aus der Familie täglich vorbeischaut, kann so ein Sturz viele Stunden unbemerkt bleiben. Es können aber auch ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall recht plötzlich auftreten, also sollten Senioren nie auf sich selbst gestellt sein. Die einfachste und sinnvollste Lösung sind Notfall-Knöpfe, die die Senioren immer bei sich tragen. Ein Druck auf diesen Knopf holt sofort Hilfe herbei. Denn bei manchen Unfällen ist das Telefon einfach nicht mehr zu erreichen. Wenn ein Hausnotruf nicht gewünscht wird, dann sollten die Senioren zumindest ein tragbares Telefon bei sich haben. Wenn Kurzwahltasten installiert sind, können diese gerne genutzt werden. Allerdings sollte die Handhabung des Telefons von Kindern oder Enkeln erklärt werden.

Es gibt Fördermittel

Wenn die Wohnung umgebaut werden muss, kann das leicht Tausende von Euro kosten. Der Treppenlift muss installiert werden, eine Türe muss verbreitert werden und Türschwellen müssen entfernt werden. Das alles ist mitunter sehr kostspielig. Aber es gibt Fördermittel, die Krankenkasse übernimmt oft die gesamten Kosten oder zahlt wenigsten einen Teil der Umbau-Maßnahmen. Allerdings ist hier der Pflegegrad Voraussetzung für eine Kostenübernahme. Ist die Einstufung bereits erfolgt, winken bis zu 4.000 Euro an Zuschüssen. Besonders lohnend wird es bei Wohngemeinschaften für Senioren, denn vier Personen können hier ihren Zuschuss zusammenlegen und somit haben sie 16.000 Euro zur Verfügung. Auch Städte, Gemeinden oder Landkreise gewähren Zuschüsse, es lohnt sich also durchaus, auch hier mal nachzufragen.
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