Modetrend basisches Wasser – was steckt dahinter?


In den Gesundheitsmagazinen und Wellnesssendungen im Fernsehen werden die Vorzüge von Basenwasser gepriesen. Doch warum sollte man sich ein Gerät kaufen, das normales Leitungswasser angeblich in eines der gesündesten Getränke verwandelt?


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In den Gesundheitsmagazinen und Wellnesssendungen im Fernsehen werden die Vorzüge von Basenwasser gepriesen. Doch warum sollte man sich ein Gerät kaufen, das normales Leitungswasser angeblich in eines der gesündesten Getränke verwandelt? Macht das Sinn oder verbirgt sich dahinter nur Hokuspokus? Ganz sicher nicht, denn Basenwasser punktet mit zahlreichen Vorteilen und verhilft zu mehr Vitalität und Energie.

Lebenselixier Wasser

Der Körper eines Menschen besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Je nach Körpergewicht sind das 40 oder mehr Kilogramm Flüssigkeit, die im Blut und in den Zellen vorhanden sind. Um den Organismus mit genügend Flüssigkeit zu versorgen, empfehlen Experten rund 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag zu trinken. Viele Menschen trinken zwar genug, aber das Falsche. Wer zu Cola und anderen Limonaden sowie Eistee greift, nimmt mit der Flüssigkeit auch viel Zucker zu sich. Damit auch sogenannte „leere Kalorien“, die viel Energie, aber keine Vitamine und Mineralstoffe liefern. Oft wird vergessen, die mit Getränken aufgenommen Kalorien der Tagesbilanz hinzuzufügen. Man ernährt sich sonst bewusst, das Gewicht steigt jedoch. Wer auf basisches Wasser umsteigt, senkt automatisch die Kalorienzufuhr.

Was bedeutet elektroaktiviertes Wasser?

Welche Vorteile hat es, Wasser basisch zu machen und wie funktioniert das eigentlich? Ganz einfach, man benötigt dazu einen Wasserionisierer. In dieses Gerät füllt man Leitungswasser ein. Der chemische Prozess der Elektrolyse zerlegt die Flüssigkeit in zwei Teile: Einerseits liefert der Ionisator saures Wasser mit einem PH Wert von 3 bis 6. Auf der anderen Seite wird das wertvolle Aktivwasser gewonnen. Dieser Teil der Flüssigkeit weist nur eine schwache elektrische Ladung auf und ist basisch (PH Wert zwischen 8,5 und 11). Für diesen Vorgang wird kein großes Gerät benötigt. Die einfachen Modelle haben ungefähr die Ausmaße eines Wasserkochers.

Welche Vorteile bietet basisches Wasser?

Den Körper in Balance zu halten – das ist wichtig, um ein Leben lang gesund zu bleiben. Dazu gehört auch ein ausgeglichenes Säure-Basen Gleichgewicht. In einem gesunden Körper herrscht leicht basisches Milieu mit einem PH Wert zwischen 7,35 und 7,45. Falsche Ernährung und ungesunde Lebensumstände führen dazu, dass sich dieser Wert in den sauren Bereich unter 7 verschiebt. Fleisch, Milchprodukte, Fisch, Eier und andere Proteinquellen gelten als säurebildenden. Das bedeutet nicht automatisch, dass aus Sicht von Ernährungsexperten diese Nahrungsmittel zu vermeiden sind. Ganz im Gegenteil, sie sind wichtige Proteinquellen, die für eine gute Muskelfunktion und schnelle Zellregeneration sorgen. Was vielen fehlt, ist der Ausgleich durch basenbildende Substanzen. Diese kommen vorwiegend in Obst und Gemüse vor. Wer regelmäßig frische Früchte und regionales Gemüse in den Speiseplan integriert, schafft die nötige Balance. Noch dazu kann man den Körper durch den Genuss von basischem Wasser unterstützen. Darin sind viele wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium enthalten. Diese beiden Substanzen wirken sich zum Beispiel positiv auf den Knochenerhalt und – aufbau sowie die Muskulatur aus. Außerdem punktet basisches Wasser mit diesen Vorteilen:
  • Durch einen Filter werden vor der Ionisierung Schadstoffe wie Chlor oder Schwermetalle entfernt
  • Gilt als Radikalfänger
  • Stärkt das Immunsystem
  • Ist sauerstoff- und mineralstoffreich
  • Ist kalorienarm

Basisches Wasser – ein Wundermittel?

Ionisiertes Wasser kann einen Beitrag für mehr Wohlbefinden leisten. Als Wunderwaffe darf man das Getränkt jedoch nicht verstehen. Wer sich den ganzen Tag nur von Fast Food sowie zuckerhaltigen Snacks und Chips ernährt, wird sich auch durch den Genuss von aktiviertem Wasser nicht unbedingt besser fühlen. Im Rahmen einer Ernährungsumstellung leistet der Fitmacher wertvolle Dienste. Versorgt man den Körper mit Basenbildnern wie zum Beispiel Blumenkohl, Karotten, Kartoffeln, Aprikosen, Kiwi oder saftigen Beeren, ist basisches Wasser eine ideale Ergänzung. Im Vergleich zu anderen Getränken punktet es wie erwähnt mit einem hohen Anteil an Mineralstoffen. Somit erspart man sich die Einnahme von teuren Nahrungsergänzungsmittel. Zwar muss man beim Kauf eines Ionisators einiges investieren, dafür braucht man für die Herstellung des köstlichen Getränks nichts anderes als frisches Leitungswasser. Dabei handelt es sich um ein Naturprodukt, das ohne Konservierung- oder Zusatzstoffe auskommt. Die immunstärkende Wirkung kommt dadurch zustande, dass basisches Wasser als Radikalfänger gilt. Diese kleinen Molekülteile greifen gesunde Zellen an und sind für viele Krankheiten sowie vorzeitige Alterung verantwortlich. Basisches Wasser bindet freie Radikale an sich, wirkt somit als natürliches Antioxidantium. Eine wertvolle Unterstützung für den Körper und ein Turbo für das Immunsystem.
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