Metabolic Balance - Ganzheitliche Ernaehrungsumstellung


Auf dem Low-Carb Prinziep aufgebaut bietet Metabolic Balance eine Möglichkeit sein Gewicht zu reduzieren und seinen Stoffwechsel anzuregen. Das Programm ist darauf ausgelegt über lange Zeit Erfolge zu halten.


© Kerstin Ostmann-Kisker

Kurzinfos zum Metabolic Balance Ernährungskonzept:



  • Der Metabolic Balance Ernährungsplan hält sich an die bekannten Prinzipien von Low-Carb Diäten.

  • Die erlaubten Nahrungsmittel des Metabolic Balance Ernährungsplans werden individuell durch einen Bluttest ermittelt.

  • Metabolic Balance ist ein langfristiges und ganzheitliches Ernährungskonzept, dass sich in 4 verschiedene Phasen unterteilt.

  • Im Gegensatz zu vielen anderen Diäten ist Metabolic Balance keine Hungerdiät. Essen, so viel wie reingeht, ist trotzdem nicht drin.




  • Der Gewichtsverlust durch die Metabolic Balance Diät ist "nur" ein positiver Nebeneffekt, hauptsächlich soll Metabolic Balance den Stoffwechsel anregen und zu einem gesünderen Körpergefühl führen.

  • Metabolic Balance wird zusammen mit einem Betreuer durchgeführt, dieser misst fortlaufend die Körperwerte (Gewicht, Umfang etc.) und steht für alle Fragen bereit.

  • Durch den Bluttest, sowie die Beratung durch den Betreuer und diverse Materialien, Infohefte etc. enstehen für eine Diät vergleichsweise relative hohen Kosten.



Details zur Metabolic Balance Diät:

Das Metabolic Balance Ernährungskonzept wurde von Ernährungswissenschaftlern und Ärzten (darunter Dr. Wolf Funfack und Silvia Bürkle) entwickelt. Metabolic Balance ist keine herkömmliche Diät, bei der es darum geht, für eine kurze Zeit nur diese oder jene Nahrungsmittel zu essen, vielmehr zielt Metabolic Balance auf eine ganzheitliche und individuelle Ernährungsumstellung über einen längeren Zeitraum ab, die in erster Linie den Stoffwechsel anregen soll. Die Gewichtsreduktion ist ein positiver Nebeneffekt des Stoffwechselprogramms.

Hauptroblem für die Macher von Metabolic Balance stellt das Insulinproblem dar: Hohe Blutfettwerte, Diabetes Typ2, sowie Übergewicht sind die Folgen des hohen Verzehrs an Kohlenhydraten, dies führt des öfteren auch zu Heißhungerattacken. Kein Wunder also, dass in der zweiten Phase des Metabolic Balance Ernährungsplans, der sogenannten "strengen Umstellungsphase", kaum Kohlenhydrate auf dem Essensplan vorgesehen sind.

Die Grundlage des Metabolic Balance Konzepts bildet der personalisierte Ernährungsplan, der auf aktuellen Labordaten, sowie der Gesundheit und den Vorlieben des Anwenders basiert. Mittels Computer-Programm werden aus dem Bluttest 36 verschiedene Laborparameter ermittelt, die zeigen sollen welche Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe der jeweilige Anwender von Metabolic Balance benötigt. Was da ganz genau ermittelt wird und wie (ernährungs-)wissenschaftlich korrekt diese Angabe am Ende ist weiß leider keiner so genau, da der Erfinder Wolf Funfack stillschweigen über die "Geheimformel" hinter Metabolic Balance bewahrt.

Metabolic Balance bringt einen in 4 verschiedenen Phasen zum gewünschten Erfolg.

Ein Gewichtsverlust wird erreicht, in dem dem Körper ein ausgewogener Mix an Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten zugeführt wird. Der individualisierte Ernährungsplan beinhaltet nur Essen, das genau jene Menge an Vitaminen und Mineralien enthält, die der Anwender laut Laborbefund benötigt. Dieses abgestimmte Essen sorgt dafür, dass sich der Hormonhaushalt ausgleicht und der Stoffwechsel angeregt wird, dies führt zu einer naturgerechten Insulinausschüttung. Wenn der Anwender dann noch die acht Regeln zur Nahrungsaufnahme und -zubereitung befolgt, reguliert sich das Gewicht automatisch und kann problemlos, ohne Jojo-Effekt gehalten werden.

Dies gilt natürlich nur, wenn man nicht sofort nach der Metabolic Balance Diät wieder in alte bzw. ungesunde Essgewohnheiten verfällt. Durch die Einteilung in die 4 Phasen fällt dies aber um weiten einfacher als bei herkömmlichen Diäten. Zu Anfangs ist die Eingrenzung der Nahrungsmittel ziemlich strikt, aber im Verlauf der 4 Phasen lockert sich das Ganze, so, dass sich der Anwender von Metabolic Balance mit Fortschreiten der Diät wieder auf mehr und unterschiedliches Essen einstellen und freuen kann. Da sich die Phasen über mehrere Woche erstrecken, gewöhnt sich der Anwender von Metabolic Balance auch an die Diät und das Zubereiten der Nahrung geht irgendwann ganz ohne Plan und schon fast automatisch. In der 4. Phase von Metabolic Balance, der sogenannten Erhaltungsphase, sind dann auch wieder zahlreiche Nahrungsmittel erlaubt und selbst "Schummelmahlzeiten" stellen kein Problem dar, solange diese nicht überhand nehmen.

Lets start!

Der erste Schritt eines jeden Metabolic Balance interessierten beginnt damit einen ausgebildeten Betreuer aufzusuchen. Dieser, oder ein nahegelegenes Labor, führt dann den zuvor erwähnten Bluttest durch. Im Rahmen von 36 verschiedenen Blutwerten wird mit einer speziellen Software der persönliche Bedarf ausgerechnet. Ebenso werden Daten wie Gewicht, Alter und Größe hinzugezogen. Der Anwender kann ebenso Nahrungsmittel benennen die ihm nicht schmecken, dies wird in der Zusammenstellung berücksichtigt, daher ist Metabolic Balance durchaus auch für Vegetarier interessant. Anschließend wird dann der individuelle Ernährungsplan erstellt und die erste Phase von Metabolic Balance kann auch schon beginnen.

Die erste Phase - Vorbereitungsphase:


Zwei Tage vor dem eigentlichen Beginn des Metabolic Balance Programms wird nur leichte Kost zu sich genommen und der Darm mit Hilfe von Abführmitteln geleert. Dies soll den Körper auf die veränderte Ernährungsweise vorbereiten und vor der Entwicklung unnötiger Hungergefühle bewahren. Als Empfehlung zur Darmentleerung wird hier ein Einlauf, die Colon-Hydro Therapie oder Magnesiumsulfat nach Anleitung gegeben, es wird allerdings darauf hingewiesen, dass der jeweilige Betreuer ein geeignetes Mittel empfiehlt. Mein Betreuer hatte mir Glaubersalz nahegelegt, welches auch super funktioniert hat. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass die Darmentleerung mittels Glaubersalz eine gewisse Belastung für den Mineralstoff- und Flüssigkeitshaushalts des Körpers darstellt, viel Trinken ist daher sehr ratsam. Ebenfalls sollten Medikamente, oder auch die Pille, erst nach dem Stuhlgang eingenommen werden, da diese sonst ausgespült werden könnten.

Das typische Essen in der Vorbereitungsphase enthält ein kleines Frühstück (½ Portion), eine Gemüsesuppe (nicht aus der Dose oder Packung - frisches Gemüse!) und ein Apfel zum Mittag und zum Abendessen rohes, gekochtes oder gedünstetes Gemüse oder mit Kräutern gewürzter Salat (allerdings soll auf Gewürzmischungen, Öl, Essig etc. verzichtet werden). Alternativ werden einseitige Obsttage, Gemüsetage, Reistage oder Kartoffeltage für die Metabolic Balance Vorbereitungsphase angeboten. Wie man vermuten kann, werden hierbei nur die jeweils Namensgebenden Lebensmittel wie folgt zu sich genommen:

  • Obsttag: 1 Kg Obst über den Tag verteilt.

  • Reistag: 200g Vollkornreis (Rohgewicht) - verteilt auf 3 Mahlzeiten - eventuell 2 Esslöffel Apfelmus ohne Zucker dazu.

  • Gemüsetag: 1,5 Kg Gemüse (Rohgewicht) - Gemüse gekocht oder roh über den Tag verteilt.

  • Kartoffeltag: 1,5 Kg (Rohgewicht) gekochte Kartoffeln - verteilt auf 3 Mahlzeiten - angerichtet mit Gewürzen (keine Gewürzmischungen, keine Butter und kein Öl)


Die zweite Phase - Strenge Umstellungsphase:


Die strenge Phase sollte mindestens 14 Tage eingehalten werden, je nach dem gesteckten Ziel wird aber eine längere Zeitspanne empfohlen. In der strengen Phase werden nur die vorgegebenen Nahrungsmittel in genau der personalisierten Menge zu sich genommen. Dabei werden die verschiedenen Ernährungsregeln die Metabolic Balance vorgibt eingehalten:

  • Täglich drei Mahlzeiten.

  • Jede Mahlzeit wird mit dem Eiweißanteil begonnen.

  • Keine Mahlzeit sollte länger als 60 Minuten dauern.

  • Zwischen den einzelnen Mahlzeiten muss mindestens 5 Stunden liegen.

  • Das Abendessen sollte möglichst bis 21 Uhr zu sich genommen werden.

  • Minimal 2 Liter Wasser am Tag trinken und maximal 3 Tassen Kaffee/Tee.

  • Zu jeder Mahlzeit nur eine Eiweißsorte essen.


Die dritte Phase - Gelockerte Umstellungsphase:


In der dritten Phase kommen mehr Nahrungsmittel zum persönlichen Ernährungsplan hinzu. Das Verwenden von Ölen ist in der gelockerten Umstellungsphase wieder erlaubt. Ab sofort ist eine sogenannte "Schummelmahlzeit" pro Woche erlaubt. Wobei darauf zu achten ist am selben Tag kein Obst und zusätzliche Stärkeprodukte zu sich zu nehmen. Ebenso sollte vor und nach einer Schummelmahlzeit viel getrunken werden. Der Maßvolle Umgang mit Alkohol, Schokolade und Desserts wird nahegelegt.

Die vierte Phase - Erhaltungsphase:


Ist das Wunschgewicht erreicht und die Experimente mit den Schummelmahlzeiten der gelockerten Phase gemeistert, kommen wir zu der Phase, die einen den Rest des Lebens begleiten soll, die Erhaltungsphase. Es ist wichtig die Grundregeln aus Phase 2 weiterhin zu befolgen und nicht wieder in alte Muster zu verfallen, vor allem was die Nahrungsmittelauswahl, oder unregelmäßige Essenszeiten angeht.



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